Eigenes Foto: Morgenhimmel (Ausschnitt)

Das aktuelle Update von Firefox ist ein Bockmist. Ich habe es heute installiert. Hat mich bisher schon genervt, dass Firefox die Unterstützung für RSS Feeds ausgebaut hat – ich habe sie nicht einmal im Browser gelesen, aber den Browser dazu benutzt, sie in mein Reader-Programm zu leiten (Thunderbird, den ich in dieser Hinsicht wohl auch werde einmotten müssen) – so hat das letzte Update einen vollkommenen Bockmist fabriziert:

Egal, welche Website man aufrufen will, Firefox erklärt sie für unsicher und verweigert den Zugriff, weil er das Zertifikat nicht erkennt. Daraus leitet er aber Unseriösität ab. Nun könnte man sagen, die Grundeinstellungen, die bei mir laufen, sind paranoid. Nö. Die Verweigerung basiert auf den neuen Sicherheitsstandards, die der Fox jetzt eingebaut hat und die sind auf “Standard” gesetzt.

Nun habe ich keinen simplen, unaufwändigen Weg gesehen, diesem Schwachsinn ein Ende zu bereiten – alleine den Zugriff auf die eigene Website freizumachen, hat mehr Aufwand gekostet, als es sein dürfte und wenn mir dieser saublöde Browser jetzt wirklich ALLE Seiten – das heißt, auch so Kacke wie Amazon (!) oder YouTube (!) als nicht vertrauenswürdig einstuft (das ist aus einem anderen Grund sehr lustig), das Zertifikat als unzulässig ansieht und damit den Zugriff verweigert, dann haue ich den Hut drauf. Ich greife auf Dutzende Seiten zu, täglich. Und nicht immer die selben.

Ich habe nach vielen, vielen Jahren und zunehmender Verärgerung nun die Konsequenzen gezogen. Firefox ist außer Dienst genommen! Ich habe die Favoriten und Einstellungen auf Vivaldi übertragen und diesen als Standardbrowser eingetragen. Vivaldi ist eine Neuentwicklung von Leuten, die ursprünglich von Opera her kommen und mit dessen Entwicklung unzufrieden wurden.

Vivaldi ist in ein paar Punkten gewöhnungsbedürftig, aber er ist inzwischen ziemlich solide und schneller als Firefox. Er ist nicht extrem stilisiert wie Chrome, eleganter als es der etwas plump auftretende Opera derzeit ist – er tut, was er soll, er nervt nicht mit ungültigen Zertifikaten, sondern lässt mich arbeiten.

Firefox lasse ich vorläufig installiert und schaue mir an, wie es mit dem Teil weitergeht. Ich sehe einfach nicht ein, warum ich mich derart umständlich damit plagen muss, Websites zu erreichen, die der Browser irrtümlich als unseriös ansieht – das wird irgendwo in einem der verwirrenden Kontext-Fenster sogar so bezeichnet! Ernsthaft? Ich jedenfalls habe weder die Zeit noch die Lust, mich eines Problems anzunehmen, das gar nicht existieren dürfte.

Scheiß drauf!


Der Beitrag [FIREFOX]: Fucked up Update erschien am 30.01.2019 auf DingeDesAlltags.com


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