[ERSTVERSUCH]: WordPress Gutenberg

WordPress installiert einen neuen Editior, Gutenberg, der ab dem nächsten großen Update standardmäßig aktiv gestellt wird. Das hier ist ein Testposting mit Gutenberg, den man probehalber aktivieren kann.

Screenshot Gutenberg

Ist gewöhnungsbedürftig. ich habe jetzt einfach mal blind drauflos dieses Posting gestartet, um zu sehen, wie die Sache vom Look & Feel agiert. Was auffällt ist die ungebremst perverse Lust von Gutenberg, alle paar Sekunden eine Zwischenspeicherung vorzunehmen. Ich hoffe, das ist irgendwo einstellbar, denn Gutenberg zeigt den Speichervorgang optisch an, rechts oben und dieses ununterbrochene Aufblinken und pulsieren nervt – man sieht es im Augenwinkel.

Screenshot Gutenberg

Darüber hinaus ist das Editor-Feld jetzt komplett zentriert. Auffällig weiters, TinyMCE, die überaus praktische Erweiterung des klassischen Editors, ist jetzt nirgends zu finden. Auch nicht angezeigt wird mehr die URL/Permalink des Beitrags, die bisher über dem Textfeld zu finden war. Seufz.

Man muss erst in die Überschrift reinklicken, um sie angezeigt zu bekommen. Gut dabei ist jedoch, dass es dafür die kleine, sehr nützliche Funktion “Permalink kopieren” gibt.

Dazu kommt, dass sämtliche Funktionen zwar wie bisher rechts geblieben sind, nur stecken sie jetzt in Dropdown-Menüs. Dafür gibt es nun auch noch 2 Reiter – Gutenberg unterscheidet zwischen “Dokument” und “Block”.

“Dokument” ist das gesamte Arrangement, mit dem der Beitrag erstellt wird, und “Block” bezeichnet die Unterstruktur des Textes – sprich, ein neuer Absatz ist ein “Block”. Extrem lästig ist dabei, dass der Reiter “Block” automatisch in den Vordergrund rückt, sobald man schreibt. Ich bin jermand, der gern sämtliche Optionen jederzeit zur Verfügung hat (deshalb hasse ich diese beschissenen Ribbons in MS-Word so). Das automatische Hüpfen des Gutenberg-Editors zwischen “Dokument” und “Block” ist für’n Arsch.

Screenshot Gutenberg

Gutenberg ist noch im Entwicklungs-Stadium – im Moment schaffe ich es nicht einmal, zwei Bilder nebeneinander zu setzen oder wie bisher den Text um das Bild herumfließen zu lassen. Selbst für eine Test-Version ist das nicht berauschend. Die Link-URL zum Bild ist nur nur ausgegraut und in der schmalen Funktionsleiste nebenan nicht komplett ersichtlich. Beim bisherigen Bilderupload ist man in der Medien-Galerie gewesen und hat die Bilder dort mit Unterschriften, alternativen Texten, etc., versehen. Jetzt übernimmt der verdammte Editor, wenn man ein Bild für den Beitrag extra hochlädt. Unschön.

Im Handbuch (nur in englisch) wird extra darauf hingewiesen, dass das ein Entwickler-Tool ist, das momentan nur als Plug-In exisitert, aber in den Core von WP implementiert wird. Im jetzigen Zustand ist Gutenberg weder voll funktionsfähig, noch mit allen Erweiterungen ausgestattet, etc… von daher ist es natürlich etwas unfair, über mangelnde Funktionalität zu meckern. ABER – die grundlegende Neuorganisation steht und die finde ich auf den ersten Blick nicht sehr sympathisch. Es wird sich weisen, wieweit Änderungen auf die Bedienbarkeit und Funktionalität Einfluss nehmen werden.

Interessant wird auch der künftige Umgang von Themes mit Gutenberg. Wie man leicht an diesem Theme sehen kann (ColorMag), kommt es optisch hässlich, weil es keine einstellbare Distanz zwischen Bild und Text gibt. Mag noch kommen, das ist eine Text-Version von Gutenberg. Aber naja, ich denke, da wird es von Seiten der Theme-Macher einiger Adaptionen brauchen (?).

Gutenberg erweist sich im Moment jedenfalls als intensiv in Sachen Ablenkung und der modernen Idiotie Styling vor Substanz. Sehr erfreulich, ja. So wird es wieder damit enden, dass man Plugins braucht, um das Ding auf ein ablenkungsfreies, übersichlich organisiertes Schreiben zu biegen.

Mein allererster Eindruck ist durchwegs negativ, auch unter Berücksichtigung, dass das eine sehr frühe Version ist. Sie ist auf schick und modern getrimmt, vernachlässigt aber die einfache und übersichtliche Funktionalität. Davon, dass das Ding sehr buggy ist, reden wir mal nicht. Gutenberg hat einen ausgesprochenen Zwischenspeicher-Wahnsinn. Selbst für einen Beta-Test fehlen viel zu viele grundlegende Elemente.

Also, im Endeffekt heißt der Scheiß für mich ganz simpel: Finger weg von Gutenberg, bis man dazu gezwungen ist.


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