[ERFAHRUNGSWERT]: Selbstbaumöbel

Bauanleitung Kura, IkeaIch mag IKEA. Wirklich. Ein beträchtlicher Anteil unserer Einrichtung ist von dort, auch Krimskrams findet sich jede Menge bei uns, die aus einem der unmöglichen Möbelhäuser stammen.

Auch bin ich immer wieder von Anleitungen und der Einfachheit angetan, mit der sich die Möbel zusammenbauen lassen. Im direkten Vergleich, den ich unlängst mal wieder hatte – mit einem Bürostuhl in der Arbeit, dessen Zusammenbau einfach nur lächerlich war – ist IKEA Spitze. Ein riesiger, sechstüriger Pax-Kasten im Vorraum, allein zusammengebaut, ohne Probleme. Schlafzimmer-Kommode, Wohnzimmer-Couch, diverse Kästen, und die unvermeidlichen Billy-Regale.

Oh, und ich mag auch noch diese verdammten Fleischbällchen und die Daim-Torte.

Heute bin ich an unerwartete Grenzen gestoßen, beim Hochbett Kura, für unseren Sohn. Ein sehr günstiges Bett, das muss man erwähnen, also darf man sich da nicht allzu viel erwarten. Es ist nur halbhoch und sehr schlicht im Design. Für die zwei Jahre, die er es haben wird, ehe er aus dem Kindergarten in die Schule wechselt, sollte es ausreichen, das war der Plan. Dann wird wohl eine gröbere Neugestaltung des Zimmers vonnöten sein.

Kura jedenfalls hat mich in den Wahnsinn getrieben und meine ohnehin schon geringen Erwartungen noch leicht unterboten. Ein scheinbar sehr simples Bett, ist es doch so horrend schlampig gearbeitet, dass die Schrauberei zu einer Tortur wurde. 2 Bohrungen fehlten gleich, einige der Holztrümmer – Holz mag man diese ultraleichten, gepressten und geleimten Schnitzel mit viel Luft darin eigentlich nicht nennen – waren etwas verzogen und die Zapfen zum Zusammenstecken der Teile an mehreren Stellen nicht zu den Vertiefungen passend. Und wenn man bei diesem Ultraleicht-Material die Schrauben sehr fest anzieht, ertönt dieses grauenerregende Knirschen und der Kopf der Schraube versinkt im Material. Sehr fein.

Aus den zwei Stunden, die ich dafür eingeplant hatte, wurden vier Stunden. Das Bett steht jetzt und es wird nie wieder zu zerlegen sein, denn dann wird keine Schraube in kein Bohrloch passen, das da irgendwo ist – oder eben nicht. Es wird auch die zwei Jahre halten, die es seinen Dienst tun muss. Aber dieses Modell ist echt ein Rückfall in die schlechte, alte Zeit.

Wie gesagt, es ist ein sehr günstiges Bett, aus dieser nicht lackierten Serie, die so tut, als wäre sie naturfarben. Wenn es also irgendwie möglich ist, sollte man von diesen Teilen die Finger lassen. Ist nicht meine erste Erfahrung mit dieser Billig-Serie, aber ich hatte echt nicht erwartet, auf solch einen Bockmist zu stoßen. Was ich mich dabei wirklich frage ist, wie diese Fehler passieren. Die Möbel werden maschinell hergestellt, nachdem sie am Computer entworfen wurden. Werden dafür zweitklassige, ausgeleierte Maschinen und alte Software verwendet, um all diese Fehler extra einzubauen? So quasi ganz bewusst, um die Billigkeit dieser Möbelserie zu betonen?

Für den Knaben, der gerade mal vier Jahre alt wurde, ist es aber der absolute Wahnsinn. Er hat auch noch ein Dach dazu bekommen und war so richtig glücklich. Er hat eine riesige Freude mit seinem Bett, dass jetzt auch hoch ist, wie das seiner Schwester und so hat sich das Leiden des Vaters an der grauenhaften Verarbeitung trotzdem rentiert. Und ich muss auch sagen, ich mag IKEA trotzdem und das wird sich so schnell nicht legen – dazu habe ich schon auch zu viele andere Möbel selbst zusammengeschraubt. Der Vergleich macht echt sicher.

Man sollte, wann immer möglich, einfach nur die Finger vom billigsten Scheiß lassen. Dann macht die Sache Spaß.


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