Die von Pia Poppenreiter erdachte App Ohlala bietet einen interessanten Ansatz. Es ist eine Art von Dating-App, über die man anonym gegenseitiges Interesse feststellen kann. Ist Sympathie vorhanden, dann kann der Mann die Frau treffen – gegen Bezahlung. Quasi eine Art Aufwandsentschädigung für die Zeit und tja, dafür, dass sie mit ihm Sex hat. So das vorher vereinbart wurde. Oder so.

Also ist Ohlala ein virtuelles Sexspielzeug mit realem Höhepunkt. Irgendwie. Oder? Das mag sich absurd anhören, aber auf Wired gibt es einen recht interessanten Beitrag über Zara Winter, eine Frau, die diese App intensiv nützt und über ihre Beweggründe dafür erzählt. Ihre Argumentation hat was für sich.

Und sind wir uns ehrlich, ein Mann, der auf ein Date aus ist, hat fast immer Sex im Hinterkopf. Außerdem gibt es genügend Geschlechtsgenossen, die bei einem Date nichtmal auf Kaffee und Kuchen einladen, und eventuellen Smalltalk ziemlich schnell Richtung vögeln lenken. So jemanden kennt jeder von uns, sei es aus dem Freundeskreis, dem Umfeld der Bekannten oder aus der Arbeit. Wenig sympathisch.

Also kann man sich auf die Art gleich die ganze Mühsal ersparen und von Anfang an klären, wie das Treffen abläuft. Der Kontakt über die App bleibt – für die Frauen – so lang anonym, bis die Fronten geklärt sind. Denn die App dreht den Spieß um. Männer müssen Anfrage und Angebot offenlegen und Frauen können gustieren. Gefällt ihnen, was sie sehen, können sie darauf reagieren.

Hält dann letzten Endes die reale Sympathie dann nicht mit der virtuellen Sympathie mit, bleibt der Frau immerhin noch die finanzielle Entschädigung. Hat was für sich. Serienweise Dates, bei denen es weder auf der Ebene der Sympathie noch jener der Lust irgendwie hinhaut, lassen sich auf die Art vermutlich wenigstens in einer Hinsicht drastisch reduzieren.

Klingt die Sache irgendwie nach Prostitution? Nicht wirklich. Möglicherweise schon. Kann wohl auch dafür hergenommen werden. Aber eigentlich auch egal, denn letzten Endes wird so vieles kommerziell betrachtet und behandelt, warum nicht auch das Date? Ist irgendwie eine logische Konsequenz. Ob man das sympathisch oder wünschenswert findet, muss jeder für sich entscheiden. Definitiv und absolut sollte die App mit Gelassenheit gesehen werden, es gibt schließlich keinen Zwang, sie zu benutzen. Und wer mag, mag eben. Punkt.

Insgesamt ein recht interessantes Konzept. Und berücksichtigt man den durchschnittlichen Kerl, dann hat Ohlala großes Potenzial, zu einer sehr praktischen Fremdgeh-App zu werden. Auf den ersten Blick jedenfalls sieht es so aus, als hätten sowohl Mann wie Frau einen Gewinn. Warum zum Teufel nicht? Da kann ich allen Beteiligten schlicht nur viel Vergnügen wünschen!

Buchtipp: Zara Winter: 50 Nights of Ohlala – Geständnisse einer Hobbyhure … als Taschenbuch bei Amazon …


Der Beitrag [ALLTAG]: Ein Date mit Bezahlung erschien zuerst auf DingeDesAlltags.com


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